In Deutschland und Österreich wird heißer frisch gebrühter Kaffee oder verlängerter Espresso lediglich durch Stehenlassen abgekühlt und später Vanilleeis hinzugefügt. Statt Vanilleeis kann man selbstverständlich auch andere Eissorten verwenden – einfach köstlich!

Genuss an warmen Tagen

Meistens bekommt der Eiskaffee zur Krönung noch eine Sahnehaube. Normalerweise wird das Kaltgetränk nicht gesüßt, jedoch kann man nach eigenem Gusto natürlich süßen oder Milch hinzufügen. Zucker lässt sich schwer im kalten Getränk auflösen, deshalb kann man auch zu einem Sirup greifen wie beispielsweise Haselnusssirup.

Agavendicksaft eignet sich ebenfalls hervorragend zum Süßen. Nach Belieben kann man das Sommergetränk auch garnieren, beispielsweise mit Krokant oder Schokoraspeln. Es gibt auch genug köstliche vegane Varianten. Da gibt es die recht beliebte Kokosmilch aber auch verschiedene Sorten Nussmilch aus Haselnüssen, Cashewnüssen oder Mandeln.

Fruchtsäfte eignen sich auch gut, falls man es fruchtig mag. Das Lieblingsobst kann dann auch gerne mal dazu gemixt werden, wie zum Beispiel Erdbeeren oder Ananas. Bei so zahlreichen Varianten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Wie bereits erwähnt kann man selbstverständlich auch Alkohol hinzumischen. Verschiedene Liköre, Cognac oder Rum eignen sich da besonders gut.

Café Frappé

Verschiedene Varianten des traditionellen Eiskaffees sind zwar sozusagen miteinander verwandt, unterscheiden sich jedoch in einigen Details. Der Café Frappé wurde 1957 das erste Mal in der griechischen Stadt Thessaloniki hergestellt. Löslicher Kaffee, gekühltes Wasser und Eiswürfel machen bei diesem mit dem Eiskaffee verwandtem Getränk die Mischung aus.

Der lösliche Kaffee wird durch Schütteln oder Mixen aufgeschäumt. Hierbei wird ein Cocktail-Shaker verwendet. Als Alternative kann man aber auch einen sogenannten Frappé-Schäumer benutzen, mit dem man Kaffeepulver und Wasser mit einem Milchschäumer steif schlägt. Nach Belieben hat man hier sicher wieder die Möglichkeit den Frappé mit etwas Zucker oder Milch zu süßen. Der eigentliche Unterschied zum gewöhnlichen Eiskaffee ist lediglich die Kühlung.

Es gibt verschiedene Rezepte mit einigen Abweichungen. Um einen klassischen Café Frappé herzustellen, gibt man einen Teelöffel Kaffeepulver in ein Frappé Glas oder einfach nur in ein längliches Glas. Den Zucker kann man selbst nach Geschmack dosieren. 10-15 ml Wasser werden daraufhin dazugegeben.

Mit dem Milchaufschäumer werden die Zutaten nun aufgeschäumt und der Schaum wird dabei nach oben gezogen. Dabei muss dieser so fest sein, das man das Glas stürzen kann. Nun wird Wasser oder optimal auch Milch mithilfe von Rühren hinzugefügt bis der Schaum ganz oben im Glas ist.

Cold Brew

Beim Eiskaffee wird das Getränk durch Milcheis kühl gehalten. Beim Café Frappé werden jedoch Eiswürfel verwendet. Bei Instant-Kaffee handelt es sich auch um Pulver, das entweder mit kaltem Wasser oder Milch zu einem Kaltgetränk zubereitet wird. Es gibt aber auch das Kaltgetränk Cold-Brew.

Bei Kaffeeliebhabern liegt dieses Getränk momentan total im Trend. 200g gemahlener Kaffee wird hierbei mit einem Liter lauwarmen Wasser vermengt. Nun muss das Gemisch abgedeckt werden. Nach etwa 12 bis 24 Stunden wird durch einen Filter die Mischung vom Kaffeesatz befreit. Dieses nun fertige Kaffeekonzentrat kann man ungefähr zwei Wochen aufbewahren. Falls man jetzt Lust auf eine Erfrischung bekommt, kann man etwas des Konzentrats mit Wasser und Eiswürfeln mischen.

Ice Brew

Beim Ice-Brew benötigt man wie beim Cold-Brew nur einen Handfilter oder einen Chemex für die Zubereitung. Beim Chemex handelt es sich um eine manuelle Filtermaschine aus Glas. Der Ice-Brew wird mithilfe von Kaffeepulver und heiß aufgegossenem Wasser zubereitet. Der Handfilter wird auf ein Gefäß mit Eiswürfeln abgestellt. Für 200 g Eiswürfel benötigt man 200 ml Wasser. Bei einem Chemex können die Eiswürfel praktischerweise sofort dort hineingefüllt werden.

Durch das direkte Abkühlen des Getränks wird so ein zu bitterer Geschmack verhindert. Nass aufbereitete Kaffeesorten aus afrikanischen Ländern eignen sich für kalte Kaffeegetränke am besten. Ein Kaffee ist nur sehr gut, wenn er auch kalt köstlich schmeckt. Wenn dieser beim Abkühlen bitter wird enthält diese Kaffeesorte zu viel Chlorogensäure und ist dann geschmacklich eher ungeeignet.